Kommentierte Richtlinien des Kultusministeriums
zur Förderung der außerschulischen Jugendbildung

Verwaltungsvorschrift vom 30. Juli 2002 (K.u.U. S. 267)

 

Wichtiger Hinweis – bitte beachten:

Statistik der Jugendhilfe 2004
Im Jahr 2004 müssen alle Maßnahmen der Jugendarbeit, die einen Zuschuss aus öffentlichen Mitteln erhalten, statistisch erfasst werden. Der einfachste Weg ist sicherlich, dies direkt mit der Erstellung der Verwendungsnachweise zu verbinden. Der dazu notwendige Vordruck steht als Download zur Verfügung..

 

Inhaltsübersicht

A ALLGEMEINER TEIL

1. Zuwendungszweck
5.
Sonstige Zuwendungsbestimmungen
2. Rechtsgrundlage
6.
Antragsverfahren
3. Zuwendungsempfänger
7.
Bewilligungsverfahren
4. Zuwendungsvoraussetzungen, Form und Höhe der Zuwendung
 

B BESONDERER TEIL

 

I Förderung der Jugenderholung

   
8. Jugenderholungsmaßnahmen mit finanziell schwächer Gestellten 18. Gedenkstättenfahrten
9. Jugenderholungsmaßnahmen mit behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern 19. Jugendarbeit in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit
10. Pädagogische Betreuung bei Jugenderholungsmaßnahmen



III Förderung der verbandlichen und überverbandlichen Arbeit der Jugendorganisationen

11. Jugenderholungseinrichtungen 20. Leitungsaufgaben der Jugendverbände



II Förderung der Jugendbildung

21. Bildungsreferenten
12. Lehrgänge für Jugendleiterinnen
und Jugendleiter
22. Ring politischer Jugend
13. Seminare der außerschulischen Jugendbildung 23.
Musikschulen
14. Praktische Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung

24.

Jugendkunstschulen
15. Bildungsmaßnahmen in Bezug auf Drogenprobleme und ähnliche Gefährdungen der Jugend 25. Sonstige bedeutsame Aufgaben
16. Internationale Jugendbegegnung 26. Förderung der Landjugend
17. Internationale Schülerbegegnungen mit Staaten Mittel- und Osteuropas 27. Inkrafttreten


  Merkblatt für die Verdandszentralen   Formblattverzeichnis
  Adressen   Zuschussquoten/Fördersätze 2003

Auf Grund von § 18 des Gesetzes zur Förderung der außerschulischen Jugendbildung (Jugendbildungsgesetz - JBG) in der Fassung vom 8. Juli 1996 (GBl. S. 502) wird folgendes bestimmt:


 

 

 

A ALLGEMEINER TEIL

 

Das Land fördert im Landesjugendplan die außerschulische Jugendbildung durch Gewährung von Zuwendungen, insbesondere im Rahmen der Förderprogramme des Besonderen Teils der Richtlinien.

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Die Förderung erfolgt nach Maßgabe des Jugendbildungsgesetzes, dieser Richtlinien und der Verwaltungsvorschriften des Finanzministeriums zu § 44 der Landeshaushaltsordnung von Baden-Württemberg im Rahmen der im Staatshaushaltsplan bereitgestellten Mittel. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Zuwendung besteht nicht, soweit sich aus dem Jugendbildungsgesetz nichts anderes ergibt.

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Zuwendungsempfänger sind Träger der außerschulischen Jugendbildung nach § 75 SGB VIII i.V.m. §§ 2, 4 und 12 JBG, öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie nach Maßgabe des Staatshaushaltsplans sonstige Träger.

Soweit im Besonderen Teil nichts anderes bestimmt ist, setzt die Förderung die Anerkennung als Träger der freien Jugendarbeit voraus.

Die Anerkennung als freier Träger der außerschulischen Jugendbildung nach § 4 Jugendbildungsgesetz Baden-Württemberg muss von einem Jugendamt, einem Landesjugendamt oder dem Kultusministerium ausgesprochen sein.

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4. Zuwendungsvoraussetzungen, Form und Höhe der Zuwendung

4.1 Zuwendungen werden nur für Maßnahmen gewährt, die sich überwiegend an Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Baden-Württemberg richten.

4.2 Sofern im Besonderen Teil nichts anderes bestimmt ist, muss die zu fördernde Maßnahme mindestens 5 Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassen. Zuschüsse werden für Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewährt, die mindestens 6 Jahre, jedoch noch nicht 27 Jahre alt sind.

4.3 Zuwendungen sollen nur für Maßnahmen gewährt werden, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt werden, die praktische Erfahrungen in der Jugendarbeit haben und vom Träger der Maßnahme auf ihre Tätigkeit ausreichend vorbereitet worden sind.

4.4 Soweit es die einzelne Maßnahme erfordert, sind Jungen und Mädchen getrennt unterzubringen und getrennte sanitäre Einrichtungen bereitzustellen.

4.5 Die Maßnahmenträger haben für alle Beteiligten eine Unfall- und Haftpflichtversicherung abzuschließen.

4.6 Im Einzelnen richten sich Voraussetzungen und Höhe der Zuwendungen jeweils nach den Förderprogrammen des Besonderen Teils dieser Richtlinien.

4.7 Die Zuwendungen werden als Zuschüsse zur Projektförderung gewährt, soweit nicht im Rahmen einer institutionellen Förderung Personal- und Sachkosten bezuschusst werden.

4.8 Die Zuwendungen dienen grundsätzlich nicht der Vollfinanzierung.

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5.1 Ein Projekt kann grundsätzlich nur gefördert werden, wenn zur Zeit der Bewilligung noch nicht mit der Ausführung begonnen ist. Ausnahmen hiervon sind abweichend von Nr. 1.2 zu VV zu § 44 LHO möglich, wenn

5.1.1 der Antrag rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme bei der Bewilligungsbehörde oder einer nach Nr. 6 zwischengeschalteten Stelle eingereicht wurde,

5.1.2 es sich um ein Projekt handelt, dessen Förderung auf Grund einer über längere Zeit geübten Förderpraxis in vergleichbaren Fällen als wahrscheinlich gelten kann, insbesondere bei wiederkehrenden Projekten und

5.1.3 die Verzögerung vom Antragsteller nicht zu vertreten ist.

5.2 Die Bewilligungsbehörde kann bestimmen, dass bei institutioneller Förderung eine Rückforderung unterbleibt, soweit aus dem Überschuss eine Rücklage gebildet wird, die ein Zehntel des laufenden Personal- und Sachaufwands für ein Jahr nicht übersteigt, und der Träger auch im folgenden Jahr gefördert wird.

5.3 Der Zuwendungsempfänger darf seine Beschäftigten finanziell nicht besser stellen als vergleichbare Landesbedienstete. Diese Bestimmung gilt als erfüllt, wenn der Zuwendungsempfänger seine Beschäftigten nach für ihn allgemein geltenden Bestimmungen (Tarife u. ä.) vergütet, die in ihren finanziellen Auswirkungen den für den öffentlichen Dienst geltenden Regelungen im wesentlichen entsprechen.

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6.1 Die Zuwendungen werden grundsätzlich auf schriftlichen Antrag gewährt.

6.2 Es sind grundsätzlich die vom Kultusministerium herausgegebenen Formulare zu verwenden.

6.3 In allen geeigneten Fällen sollen Sammelanträge und, soweit möglich, Gesamtanträge für einzelne Förderprogramme gestellt werden.

6.4 Die Anträge müssen unbeschadet der Nr. 5.1 bis zum 1. April des laufenden Rechnungsjahres bei der Bewilligungsbehörde vorliegen; diese kann in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen.

6.5 Antragsweg bei Organisationen, die dem Landesjugendring zuzuordnen sind:

6.5.1 die einzelnen Gruppen der Jugendverbände reichen die Anträge über ihre Verbandszentrale und den Landesjugendring ein; die Verbandszentralen prüfen die Anträge vor und fügen eine Stellungnahme bei.

6.5.2 Jugendringe reichen die Anträge über den Landesjugendring ein, der zu den Anträgen Stellung nimmt.

6.5.3 Jugendgemeinschaften, die Mitglied eines Stadt- oder Kreisjugend rings sind, aber keinem Jugendverband angehören, reichen die Anträge über den Stadt- oder Kreisjugendring und den Landesjugendring ein, die jeweils zu den Anträgen Stellung nehmen.

6.6 Bei Jugendverbänden und Jugendgemeinschaften, die nicht dem Landesjugendring zuzuordnen sind, entfällt die Einschaltung des Landesjugendrings sowie des Stadt- oder Kreisjugendrings.

6.7 Die im Jugendaufbauwerk zusammengeschlossenen Träger reichen die Anträge über ihre Verbandszentrale und das Jugendaufbauwerk ein.

6.8 Die Musikschulen reichen ihre Anträge über den Landesverband der Musikschulen ein, der zum Vorliegen der geltenden Fördervoraussetzungen Stellung nimmt.

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7.1 Zuständig für die Bewilligung von Zuwendungen ist das Regierungspräsidium, in dessen Bezirk der Antragsteller seinen Sitz hat. Für Jugendgruppen eines Jugendverbandes ist grundsätzlich das Regierungspräsidium zuständig, in dessen Bereich die Verbandszentrale ihren Sitz hat.

7.2 Abweichend hiervon sind zuständig:

7.2.1 das Kultusministerium für

- den Ring politischer Jugend und sämtliche ihm angeschlossenen Gruppen und Organisationen,

- den Landesjugendring,

- Antragsteller mit Anträgen gemäß § 7 und § 14 JBG sowie

- sonstige Träger der außerschulischen Jugendbildung mit überregionalem Charakter;

7.2.2 das jeweilige Oberschulamt für

- Gruppen mit Anträgen nach Nrn. 17 und 18 (soweit nicht von Trägern der Jugendarbeit veranstaltet).

7.2.3 § 44 Abs. 3 LHO (Delegationsmöglichkeit von Verwaltungsaufgaben auf dem Gebiet der Zuwendungen) bleibt unberührt.

7.3 In allen geeigneten Fällen sollen Sammelbewilligungen erteilt werden.

Hinweis: Die Unterlagen sind laut Landeshaushaltsordnung (LHO) 5 Jahre aufzubewahren, sofern nicht nach steuerrechtlichen oder anderen Vorschriften eine längere Aufbewahrungsfrist gilt!

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B BESONDERER TEIL

I  

Förderung der Jugenderholung

(Jugenderholungsmaßnahmen sind Erholungsaufenthalte in Heimen und Zeltlagern sowie Jugendgruppenfahrten und Skifreizeiten, bei denen der Erholungsaspekt im Vordergrund steht.

8.1 Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 6 bis 18 Jahren aus finanziell schwächer gestellten Familien an Jugenderholungsmaßnahmen können Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden.

8.2 Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt, beträgt bis zu 5,10 EUR je Tag und Person und ist vom Träger an die Erziehungsberechtigten weiterzugeben.

8.3 Voraussetzungen für die Zuschussgewährung sind, dass

8.3.1 die Maßnahme mindestens 5 Tage dauert, wobei die Zuwendung höchstens für 21 Tage gewährt wird;

8.3.2 die Träger die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemessen pädagogisch betreuen, verpflegen und unterbringen;

8.3.4 es sich nicht um eine Familienfreizeit handelt.

8.4 Die Anträge werden von den Trägern, gegebenenfalls über die Verbandsführungen, in Abweichung von Nr. 7.1 unmittelbar beim zuständigen Regierungspräsidium eingereicht. Sie sollen in Abweichung von Nr. 6.4 mindestens zwei Wochen vor Beginn der Maßnahme der Bewilligungsbehörde vorliegen.

Allgemeines: Eine Förderung ist nur möglich für die Teilnahme an Maßnahmen, bei denen die TeilnehmerInnen übernachten. Die Tabellen zur Antragsberechtigung und eine Beispielsberechung sind in den Antragsformularen enthalten. Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht.

Erläuterungen zu:
8.4 Damit diese Frist eingehalten werden kann, sollen die Anträge 4 Wochen vor Beginn bei den Verbandszentralen vorliegen.

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9.1 Für Jugenderholungsmaßnahmen mit behinderten Teilnehmern können freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden.

9.2 Die Maßnahme muss behinderte und nicht behinderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassen, wobei mindestens ein Drittel behindert sein muss; bei einer geringeren Quote können nur Zuschüsse für die behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewährt werden.

9.3 Die Bewilligungsbehörde kann bei Maßnahmen mit schwerstbehinderten Personen Ausnahmen von Nrn. 9.2 und 4.2 (Altersgrenzen) zulassen.

9.4 Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt und beträgt je Tag und Person bis zu 12,80 EUR, höchstens jedoch bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten ausschließlich der Vergütung für pädagogische Betreuerinnen und Betreuer.

Die Bewilligungsbehörde kann einen geringeren Zuschuss bewilligen, wenn die Gesamtkosten der Maßnahme gemessen an den durchschnittlichen Kosten der Mehrzahl vergleichbarer Maßnahmen unverhältnismäßig hoch sind und dies nicht durch die Behinderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedingt ist.

9.5 Nr. 8.3 gilt entsprechend

Allgemeines: Eine Förderung ist nur möglich für die Teilnahme an Maßnahmen, bei denen die TeilnehmerInnen übernachten. Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke sowie Teilnehmerlisten siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. März.

Die Anträge sind mit folgenden Angaben einzureichen:

- Detaillierter Kosten- und Finanzierungsplan
- Ort und Zeitpunkt der Durchführung der Maßnahme
- TeilnehmerInnenzahl der behinderten Kinder oder Jugendlichen
- TeilnehmerInnenzahl der nichtbehinderten Kinder oder Jugendlichen

Die Anträge auf Zuschüsse für den Einsatz pädagogischer BetreuerInnen bei Jugenderholungsmaßnahmen mit Behinderten sind separat einzureichen; sie zählen nicht zu den Kosten der Maßnahme. Familienfreizeiten werden nicht bezuschusst, auch wenn für die Kinder ein separates Programm gemacht wird.

Erläuterungen zu:
9.2 Es dürfen keine reinen Behindertenfreizeiten sein, bei denen nur die BetreuerInnen nicht behindert sind.

9.3 Die Abweichung kann bis zu 20% betragen.

9.4 Person = TeilnehmerIn

 

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10.1 Für den Einsatz ehrenamtlicher pädagogischer Betreuerinnen und Betreuer bei Jugenderholungsmaßnahmen können freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden.

10.2 Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt und beträgt je Tag und Betreuungsperson bis zu 8,70 EUR nach folgender Teilnehmer-Betreuer-Relation:

10.2.1 bei Erholungsaufenthalten in Heimen und Zeltlagern 11:1;

10.2.2 bei Jugendgruppenfahrten (Maßnahmen, bei denen die Gruppe zu Fuß, mit dem Boot oder mit dem Fahrrad ohne zentralen Aufenthaltsort unterwegs ist) und Skifreizeiten

6:1;

10.2.3 bei Jugenderholungsaufenthalten mit behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie erlebnispädagogischen Angeboten

bis zu 3:1;

10.2.4 bei Freizeiten mit schwerstbehinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern sofern die Behinderung einen erhöhten Betreuungseinsatz erforderlich macht.

bis zu 1:1,
.

10.3 Voraussetzungen der Zuschussgewährung sind:

10.3.1 Die Betreuungspersonen sollen volljährig sein; andere Betreuungspersonen, die mindestens 16 Jahre alt sind, dürfen nur eingesetzt werden, wenn die Leiterin oder der Leiter der Maßnahme volljährig ist.

10.3.2 Die Betreuungspersonen sollen ganztägig während mindestens 5 Tagen beschäftigt sein.

10.3.3 Bei Skifreizeiten dürfen nur Betreuungspersonen anerkannt werden, die eine entsprechende Lizenz nachweisen, z. B. Übungsleiterin oder Übungsleiter Grundstufe, Skilehrerin oder Skilehrer Grundstufe oder vergleichbare Qualifikationen.

Die Einsatzdauer ist auf 14 Tage begrenzt.

10.4 Der Zuschuss wird nicht gewährt für Betreuungspersonen, die für ihren Einsatz Sonderurlaub unter Fortzahlung der Bezüge erhalten.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 15.März.

Pädagogische BetreuerInnen sind alle vom Träger eingesetzten qualifizierten MitarbeiterInnen, auch ohne pädagogische Fachausbildung.

Bei Jugenderholungsmaßnahmen sind Listen zu führen, in der alle TeilnehmerInnen einer Maßnahme aufgeführt sind. Diese sind durch die Unterschrift des/der Betreuers/Betreuerin zu bestätigen. Diese Listen sind beim Antragsteller aufzubewahren, damit sie in Einzelfällen den Bewilligungsbehörden zur Prüfung vorgelegt werden können. Auf weiteres Verlangen sind ggf. auch die Anschriften mitzuteilen. Im Umgang mit den Daten von TeilnehmerInnen sind die Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten.

Der Einsatz von pädagogischen BetreuerInnen bei Ferienspielen, Ferien für daheim gebliebene Kinder etc. der freien Träger der außerschulischen Jugendbildung (ohne Übernachtung) kann nur nachrangig zu den o. g. Maßnahmen bezuschusst werden. (Gilt nicht für Maßnahmen nach Nr. 8 und 9 der Richtlinien.)

Bei Familienfreizeiten können keine pädagogischen BetreuerInnen gefördert werden, auch wenn für die Kinder ein separates Programm gemacht wird.

Erläuterungen zu:
10.2.3
Im Hinblick auf die neuen Haushaltsansätze kommt zur Sicherung der Grundförderung für Pädagogische BetreuerInnen die besondere Förderung von erlebnispädagogischen Angeboten nicht zur Anwendung.

10.3.3 Wenn BetreuerInnen ohne Lizenz eingesetzt werden, ist die Maßnahme als eine Jugenderholungsmaßnahme im Winter zu betrachten und kann mit dem allgemeinen Betreuungsschlüssel 11:1 beantragt werden.

 

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11.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können Zuschüsse gewährt werden für:

11.1.1 Beschaffung, Ausrüstung und größere Reparaturen von Groß- und Gruppenzelten;

11.1.2 Erwerb, Einrichtung, Ausstattung und Sanierungsmaßnahmen fester Jugendzeltplätze.

11.1.3 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. März.

Die Anträge sind mit detailliertem Kostenvoranschlag und Finanzierungsplan zu stellen.
Nicht abgerechnet werden können Frachtkosten, auch nicht in Form von PKW Kosten und dazugehörigen HelferInnenstunden. Zeltanschaffungen und Reparaturen brauchen im Antrag nicht getrennt zu werden. Soweit Reparaturen ehrenamtlich vorgenommen werden, kann ein Satz von 7,70 € je Stunde angerechnet werden. Zuschüsse für Reparaturen gibt es nur für Zelte, nicht für andere Gegenstände oder Einrichtungen.

Erläuterungen zu:
11.1.1 Neben der Anschaffung von Zelten können auch die zur Führung eines Zeltlagers unmittelbar erforderlichen und notwendigen Ausrüstungen wie z.B. Feldbetten, Abdeckplanen, Kochgeschirr usw. in die An-tragstellung mit einbezogen werden, nicht jedoch z.B. Kaffeemaschinen, Spülmaschinen, Gefrier-schränke, Handkreissägen.

Großzelt: Zelt für 6 und mehr Personen
Gruppenzelt: Zelt für weniger als 6 Personen – die Förderung ist jedoch davon abhängig, dass grundsätzlich mindestens 5 Exemplare angeschafft werden.
Anschaffungen über 400,--€ müssen lt. LHO in ein Inventarverzeichnis aufgenommen werden.

11.1.2 Die Förderung von Erwerb, Einrichtung, Ausstattung und größeren Sanierungsmassnahmen fester Jugendzeltplätze ist derzeit aufgrund der finanziellen Lage leider nicht möglich.
Es gibt allerdings die Möglichkeit einer Bezuschussung durch das Landwirtschaftsministerium, sofern der fragliche Zeltplatz in einem Gebiet liegt, das als Naturpark ausgewiesen ist. Eine entsprechende Liste kann beim Landesjugendring angefordert werden.

 

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II

Förderung der Jugendbildung

 

12.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können Zuschüsse zu Lehrgängen gewährt werden, die der Aus- und Fortbildung von Jugendleiterinnen und Jugendleitern oder sonstigen Leitungskräften der Jugendarbeit dienen.

Die Lehrgänge müssen nach der Lehrgangsplanung zur Erreichung des Lehrgangsziels geeignet sein und jugendpflegerische oder staatspolitische Themen zum Gegenstand haben. Die Lehrgänge sollen im Benehmen mit der jeweiligen Verbandsleitung durchgeführt werden. Lehrgänge, die nur religiöse, arbeitsrechtliche und berufsständische Themen sowie Themen mit einseitiger parteipolitischer Zielsetzung behandeln, gelten nicht als solche Lehrgänge. Gleiches gilt für sportfachliche und vergleichbare Lehrgänge mit ausschließlich fachspezifischem Inhalt, die in anderen Förderprogrammen erfasst werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen mindestens 15 Jahre, in Ausnahmefällen mindestens 14 Jahre, alt sein.

12.2 Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt und beträgt je Tag und teilnehmende Person bis zu 9,70 EUR.

12.2.1 Lehrgänge werden bis zu 10 Tagen Dauer gefördert.

12.2.2 Der volle Tagessatz wird bei mindestens 5-stündigem Programm, der halbe Tagessatz bei mindestens 2 ½-stündigem Programm gewährt.

12.2.3 Halbe Tage können nur abgerechnet werden, wenn ein voller Tag vorausgeht oder nachfolgt oder mindestens drei halbe Tage innerhalb eines Monats eine zusammenhängende thematische Einheit bilden.

12.2.4 Halbtags stattfindende Lehrgangsreihen mit einer Dauer von mehr als 10 halben Tagen können nur gefördert werden, wenn die vorherige Zustimmung der Bewilligungsbehörde vorliegt.

12.2.5 Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zur Zeit der Maßnahme als arbeitslos gemeldet sind, kann im Einzelfall auf Nachweis der doppelte Tagessatz gewährt werden.

12.2.6 Die Lehrgänge müssen örtlich und zeitlich getrennt von anderen geförderten Maßnahmen mit demselben Teilnehmerkreis durchgeführt werden.

12.2.7 Die Tagessätze können auch für Lehr- und Leitungspersonen gewährt werden, soweit diese nicht ständig in der Einrichtung, in der der Lehrgang durchgeführt wird, tätig sind.

12.2.8 Die Lehrgänge sollen grundsätzlich in Baden-Württemberg stattfinden.

12.2.9 Der Träger muss unbeschadet der Nr. 12.2.5 grundsätzlich eine Eigenbeteiligung in Höhe von mindestens 25 v. H. der Gesamtkosten erbringen.

12.3 Für mindestens 18 Tage dauernde besonders qualifizierte Lehrgänge der Jugendverbände, die der Fortbildung ehrenamtlicher Leitungskräfte dienen, können ausnahmsweise höhere Zuschüsse gewährt werden, wenn dem Gesamtprogramm vor Lehrgangsbeginn von der Bewilligungsbehörde schriftlich zugestimmt worden ist. Der Lehrgang darf in höchstens drei zeitlich getrennte Abschnitte gegliedert sein und soll nicht länger als 30 Tage dauern.

12.3.1 Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt.

12.3.2 Die Nrn. 12.2.2 - 12.2.9 gelten entsprechend.

12.4 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können Zuschüsse zu Beratungsangeboten für Jugendleiterinnen und Jugendleiter oder sonstigen Leitungskräften der Jugendarbeit gewährt werden. Die Beratungsangebote sollen insbesondere die Motivation, das Handeln, die persönliche Rolle, die Geschlechtsrollen, das institutionelle Umfeld oder die Beziehungen zu anderen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reflektieren.
Die Supervision oder Praxisberatung muss durch fachlich qualifizierte Beratungspersonen in Form von Einzel-, Team- oder Gruppenberatungen erfolgen.

12.4.1 Der Zuschuss wird in Form der Anteilsfinanzierung gewährt und beträgt bis zu 50% der Beratungskosten je Einzel-, Team- oder Gruppenberatung.

12.4.2 Die Anträge sollen in Abweichung von Nr. 6.4 mindestens zwei Wochen vor Beginn der Maßnahme der Bewilligungsbehörde vorliegen.

12.4.3 Die Nrn. 12.2.6 und 12.2.7 gelten entsprechend.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 15. März.

Erläuterungen zu:
12.1 Zielgruppe sind ausschließlich MitarbeiterInnen des Trägers. Aus dem Programm muss ersichtlich sein, dass eine Umsetzung der Lehrinhalte für die Jugendarbeit vor Ort erfolgt. Sitzungen von Verbands- oder Jugendgremien werden nicht gefördert. Ausschließlich fachspezifische Bildungsangebote für Jugendgruppen sind als Seminare zu beantragen. Da 14jährige bei Jugendleiterlehrgängen nur ausnahmsweise gefördert werden können, darf ihr Anteil an der GesamtteilnehmerInnenzahl höchstens 20% betragen.

12.2.3 Hier ist nicht der Kalendermonat gemeint.

12.2.7 Lehr- und Leitungspersonal kann nur dann nicht eingerechnet werden, wenn sie in der Bildungseinrichtung, in welcher der Lehrgang stattfindet, ihren ständigen Dienstsitz haben.

12.2.8 Wenn ein Lehrgang im Ausland stattfindet, muss dem Verwendungsnachweis die Ausschreibung beigelegt werden.

12.3 Die zeitliche Trennung ist nur bei dieser Lehrgangsdauer möglich.

12.4 Eine Bezuschussung für ausschließlich hauptamtliche MitarbeiterInnen ist nicht möglich. Zusammen mit dem Antrag muss auch der Qualifikationsnachweis für den/die SupervisorIn/BeraterIn vorgelegt werden. Die Anträge müssen derzeit direkt beim Landesjugendring gestellt werden. Nicht abrechenbar sind pauschale Umlagen für Verwaltungskosten o.ä..

 

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13.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können zur Durchführung von Seminaren und von vergleichbaren Maßnahmen mit festem Teilnehmerkreis und festgelegter Programmdauer Zuschüsse gewährt werden. Vorausgesetzt wird, dass die Maßnahmen Teil der Jugendbildungsarbeit des Trägers sind (vgl. Nr. 21.2.4). Hierzu gehört u. a. die gezielte Befassung mit Fragen der politischen, sozialen, sportlichen, kulturellen, ökologischen, technologischen oder geschlechtsspezifischen Jugendbildung.

13.2 Der Zuschuss wird gewährt für Seminare mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mindestens 14, jedoch noch nicht 27 Jahre alt sind; bei Seminaren zur geschlechtsspezifischen Jugendbildung liegt das Mindestalter bei 12 Jahren.

Abweichungen von der Altersobergrenze gem. Nr. 4.2 von bis zu 20 v. H. der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zulässig. Die Leitungspersonen sind von der Altersobergrenze ausgenommen.

13.3 Die Nrn. 12.2 bis 12.2.9 gelten entsprechend.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke sowie TeilnehmerInnenliste siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 15. März.

Bei der technologischen Jugendbildung können Computerseminare nur bezuschusst werden, sofern sie keinen berufsqualifizierenden Charakter haben.

 

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14. Praktische Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung

Praktische Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung sind Projekte mit jungen Menschen, die nicht Seminarcharakter haben und sich mit nachfolgenden Themen der Jugendbildung befassen.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. Februar.

Maßnahmen sind zeitlich befristete Projekte. Sie haben eine Vorbereitungsphase, eine tatsächliche Umsetzungsphase und eine Auswertungsphase. Beginn und Ende müssen feststellbar sein. Regelmäßige Gruppenstunden selbst können nicht bezuschusst werden, auch wenn dort über einen gewissen Zeitraum ein bestimmtes Thema intensiv behandelt wird. Vor- und nachbereitende Seminare für praktische Maßnahmen müssen separat beantragt werden. Praktische Maßnahmen dürfen nicht Seminarcharakter haben. Auch mehrere Seminareinheiten, die zusammengefasst sind, ergeben keine Maßnahme.

Maßnahmen, die überwiegend Freizeitcharakter haben, sind nicht zuschussfähig. Es sind 2/3 inhaltliche Anteile erforderlich. Gegebenenfalls muss dies nachgewiesen werden.

Die Angebote sollen für einen breiten Kreis von Jugendlichen offen sein.

Nicht zuschussfähig sind:

  • Gagen im Rahmenprogramm, z.B. für Musikgruppen;
  • laufende Verwaltungskosten/Infrastrukturkostenpauschalen;
  • Betreuungskosten bei Maßnahmen;
  • pauschale Aufwandsentschädigungen;
  • Investitionen

Als notwendig anerkannter Gesamtaufwand ist zu verstehen:

  • Beschaffung von fachlichem Material und Literatur (keine Anschaffung von technischen oder elektrschen Geräten, Hard- und Software);
  • Leihgebühren, Mieten (d.h. Fremdmiete, keine Eigenmiete !);
  • Betriebskosten wie Raumnutzungsgebühren (einschließlich der Ausgaben für Licht und Heizung);
  • Organisationskosten, wie Werbematerial, Versicherungsprämien u.ä.
  • Nur in Ausnahmefällen: Honorare für qualifizierte ReferentInnen und Fachkräfte, soweit diese nicht hauptamtliche MitarbeiterInnen des Antragsstellers sind oder soweit diese nicht ständig in der Einrichtung, in welcher die Maßnahme durchgeführt wird, tätig sind.
  • Fahrtkosten können nur noch geltend gemacht werden, wenn die Maßnahme innerhalb Baden- Württembergs oder im unmittelbar angrenzenden Bereich stattfindet.

Die Förderung von praktischen Maßnahmen kann maximal 50% der anerkannten Gesamtkosten betragen. Da die tatsächlichen Förderquoten von Jahr zu Jahr je nach Antragsaufkommen schwanken können, sollte grundsätzlich die maximale Fördermöglichkeit von 50% beantragt werden.
Pro Praktischer Maßnahme ist die maximale Summe der anerkannten förderfähigen Gesamtkosten gegenwärtig auf 5.200,-- Euro begrenzt. Darüber hinausgehende Anträge werden akzeptiert, jedoch von den Bewilligungsbehörden bei den anerkennungsfähigen Kosten auf die o. g. Summe reduziert.


14.1 Politische Jugendbildung

14.1.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können für Maßnahmen im Bereich der politischen Bildung, die nicht Seminarcharakter haben, und zu Fahrten an Ziele, die für die politische Bildung besonders bedeutsam sind, Zuschüsse gewährt werden.

Für Studienfahrten zum Deutschen Bundestag oder Bundesrat, zu Europäischen Einrichtungen oder zum Landtag von Baden-Württemberg sind die Fördermittel der betreffenden Stellen in Anspruch zu nehmen.

14.1.2 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt. Er beträgt bei Maßnahmen bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten, bei Fahrten bis zu 50 v. H. der Fahrkosten sowie bis zu 3,10 EUR je Tag und Person.

14.1.3 Der Zuschuss wird für Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewährt, die mindestens 12 Jahre, jedoch noch nicht 27 Jahre alt sind.

Abweichungen von der Altersgrenze von bis zu 20 v. H. der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zulässig. Die Leitungspersonen der Maßnahme sind von der Altersgrenze ausgenommen.

14.1.4 Es wird eine gründliche Vor- und Nachbereitung erwartet.

14.1.5 Fahrten und Maßnahmen, die unmittelbar auf die politische Willensbildung einwirken sollen, werden nicht bezuschusst.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. Februar.

Allgemeine Erläuterungen zu:
14.1 Erforderlich ist eine ausführliche Maßnahmenbeschreibung, aus der insbesondere die Zielsetzung genau hervorgeht. Die aktive Mitwirkung der TeilnehmerInnen muss gewährleistet sein und deutlich gemacht werden.

Die Anträge sind mit detailliertem Kostenvoranschlag, Finanzierungsplan und ausführlichem Programm einzureichen.

Fahrten an Ziele und zu Veranstaltungen, die für die politische Jugendbildung besonders bedeutsam sind, sind insbesondere Fahrten zu Stätten nationalsozialistischen Unrechts, evtl. in die Hauptstädte anderer Staaten (Inlandsfahrten zu Gedenkstätten bitte über die Position "Studienfahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts" Ziffer 18 beantragen!), wenn aus den Anträgen eindeutig hervorgeht, dass die Fahrten auf die politische Bildung der TeilnehmerInnen ausgerichtet sind und deren Vor- und Nachbereitung intensiv betrieben wird.
Fahrten, die überwiegend touristischen Charakter haben sowie Fahrten zu örtlichen Einzelveranstaltungen wie z.B. einer Woche der Jugend oder Maßnahmen, die unmittelbar auf die politische Willensbildung einwirken sollen, werden nicht bezuschusst.

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14.2 Soziale Jugendbildung

14.2.1 Zur Förderung der sozialen Bildung können freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse für Maßnahmen gewährt werden, die jungen Menschen praktische, eigene Erfahrungen im generationsübergreifenden und sozialen Bereich vermitteln, insbesondere durch Projekte in sozialen Brennpunkten, mit jugendlichen Arbeitslosen, mit Behinderten, zur Integration von Kindern ausländischer Arbeitnehmer sowie durch Projekte mit delinquent gewordenen Jugendlichen und gegen Jugendkriminalität.

14.2.2 Fürsorgerische Maßnahmen werden nicht bezuschusst.

14.2.3 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt. Er beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. Februrar.

Allgemeine Erläuterungen zu:
14.2 Zuschüsse können gewährt werden für Maßnahmen, die jungen Menschen praktische eigene Erfahrungen im sozialen Bereich vermitteln, insbesondere durch Projekte in sozialen Brennpunkten, mit jugendlichen Arbeitslosen, mit Menschen mit Behinderungen, zur Integration von Kindern ausländischer ArbeitnehmerInnen, die generationsübergreifend angelegt sind sowie durch Projekte mit delinquenten Jugendlichen, gegen Jugendkriminalität sowie Rauschmittelabhängigkeit.

Zielgruppe der Förderung sind Jugendgruppen, die sich die Auseinandersetzung mit den Bedingungen in sozialen Brennpunkten oder mit Randgruppen über einen bestimmten Zeitraum zur Aufgabe gemacht haben.

Für diese Aktionen muss ein Arbeitsprogramm erstellt werden, aus dem eine Vorbereitungs-, Umsetzungs- und Auswertungsphase ersichtlich ist. Für eine Bezuschussung reicht es nicht aus, wenn die o.g. Maßnahme nur eine Einzelaktion darstellt.

Nicht gefördert werden fürsorgerische Maßnahmen, Ferienspiele, Freizeitmaßnahmen incl. Stadtranderholungen sowie Maßnahmen zur Berufsförderung und Berufsfindung.

Die Anträge sind mit detailliertem Kosten- und Finanzierungsplan sowie einer genauen Schilderung der Maßnahme einzureichen. Zuschussfähig sind alle mit einer Veranstaltung in Zusammenhang stehenden Kosten.

 

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14.3 Sportliche Jugendbildung

14.3.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können Zuschüsse gewährt werden für modellhafte Maßnahmen, die gezielt die sportliche Betätigung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Mittel der Jugendbildung einsetzen, insbesondere für Maßnahmen mit Begegnungscharakter, die grundsätzlich in Baden-Württemberg stattfinden sollen.

14.3.2 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

14.3.3 Maßnahmen des Leistungssports, insbesondere offizielle Ligaspiele und vergleichbare Veranstaltungen, werden nicht gefördert.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. Februar.

Allgemeine Erläuterungen zu:
14.3 Maßnahmen des Leistungssports, insbesondere offizielle Liga-Spiele und vergleichbare Veranstaltungen, Maßnahmen mit Kurscharakter (z.B. Tanzkurse), Maßnahmen mit Freizeit- und Erholungscharakter sowie Wettkämpfe und Turniere werden nicht gefördert.

Die Anträge sind mit detailliertem Kostenvoranschlag, Finanzierungsplan und genauer Schilderung des Vorhabens einzureichen.

 

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14.4 Kulturelle Jugendbildung

14.4.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können Zuschüsse gewährt werden für Maßnahmen, die gezielt die praktische künstlerische Betätigung (Musik, bildende Kunst, Theater, Tanz, Literatur, Zirkus, Medien) der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Mittel zur Jugendbildung einsetzen, insbesondere auch für Maßnahmen mit Begegnungscharakter, die grundsätzlich in Baden-Württemberg stattfinden sollen.

14.4.2 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

14.4.3 Maßnahmen, die die Voraussetzungen eines anderen Programms zur Förderung der außerschulischen, kulturellen Jugendbildung erfüllen, werden nicht bezuschusst.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. Februar.

Allgemeine Erläuterungen zu:
14.4 Reine Vortragsveranstaltungen mit Konsumcharakter (Musik, Theater, Tanzvorführungen etc.) werden nicht bezuschusst.

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14.5 Ökologische Jugendbildung

14.5.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können Zuschüsse gewährt werden für Maßnahmen, die gezielt die praktische ökologische Betätigung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Mittel zur Jugendbildung einsetzen.

14.5.2 Gefördert werden insbesondere Arbeitsprojekte, Workshops und Ausstellungen, die den Natur- und Umweltschutz und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen zum Gegenstand haben.

14.5.3 Die Projekte sollen neben der Darstellung der ökologischen Erkenntnisse und Vorgänge auch deren Zusammenhänge mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen behandeln.

14.5.4 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

14.5.5 Praktische Maßnahmen nach Nr. 14.5.2 von längerer Dauer, bei denen der Erholungswert überwiegt, können nur nach den Nrn. 8 bis 10 dieser Richtlinien gefördert werden.

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14.6 Technologische Jugendbildung

14.6.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können Zuschüsse gewährt werden für Maßnahmen, die gezielt die praktische Betätigung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Mittel zur technologischen Jugendbildung einsetzen.


14.6.2 Gefördert werden insbesondere Arbeitsprojekte, Workshops und Ausstellungen, die die technologische Entwicklung und deren Zusammenhänge mit naturwissenschaftlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen behandeln.

14.6.3 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

14.6.4 Praktische Maßnahmen nach Nr. 14.6.2 von längerer Dauer, bei denen der Erholungswert überwiegt, können nur nach den Nrn. 8 bis 10 dieser Richtlinien gefördert werden.

14.6.5 Die Beschaffung von Hard- und Software kann nicht gefördert werden.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. Februar.

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14.7 Mädchenbildungsarbeit, Jungenbildungsarbeit

14.7.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendarbeit können Zuschüsse gewährt werden für Maßnahmen, die Bildungsarbeit mit Mädchen und jungen Frauen sowie mit Jungen und jungen Männern zum Inhalt haben.

14.7.2 Gefördert werden Maßnahmen, die die Zusammenhänge zwischen geschlechtsspezifischem Rollenverhalten und gesellschaftlicher Realität behandeln; dabei sollen den Mädchen und jungen Frauen sowie den Jungen und jungen Männern neue Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten eröffnet werden.

14.7.3 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. Februar.

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14.8 Gesellschaftliche Eingliederung junger Aussiedlerinnen und Aussiedler sowie junger Flüchtlinge

14.8.1 Für Maßnahmen zur gesellschaftlichen Eingliederung und Betreuung junger Aussiedlerinnen und Aussiedler sowie junger ausländischer Flüchtlinge können den im Jugendaufbauwerk zusammengeschlossenen Jugendgemeinschaftswerken sowie anderen freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden.

14.8.2 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 75 v. H. des als notwendig anerkannten Aufwands für laufende Betreuungsmaßnahmen, insbesondere für die Anmietung von Räumen, sofern dem Träger eine andere kostenlose Unterbringung nicht möglich ist, die Anschaffung von Inventar, Fahrten im Zusammenhang mit Veranstaltungen, Materialien für die Gruppenarbeit, den Einsatz von Lehr- und Betreuungspersonen, Öffentlichkeitsarbeit und sonstige Maßnahmen. Dabei kann nur der Aufwand anerkannt werden, der durch die geförderte Maßnahme veranlasst ist.

14.8.3 Abweichend hiervon wird der Zuschuss als Festbetrag gewährt für Wochenend- und sonstige mehrtägige Freizeiten bis zu höchstens 3 Wochen, an denen mindestens ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer junge Aussiedlerinnen und Aussiedler oder junge Flüchtlinge sind; er beträgt bis zu 4,10 EUR je Tag und Person.

14.8.4 Zu Personal- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie für Maßnahmen, die aus Mitteln des Bundesjugendplans oder aus anderen Mitteln des Landesjugendplans gefördert werden, werden keine Zuschüsse gewährt.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht. Abgabefrist beim Jugendaufbauwerk ist der 01.März.

Allgemeine Erläuterungen zu:
14.8 Die Anträge sind bei der

LAG Jugendsozialarbeit - Jugendaufbauwerk, Augustenstr. 63, 70178 Stuttgart

einzureichen.

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14.9 Integration von ausländischen und spätausgesiedelten Jugendlichen

14.9.1 Trägern der außerschulischen Jugendbildung und sonstigen gemeinnützigen Trägern der Jugendarbeit sowie Schulen in Kooperation mit diesen Trägern können Zuschüsse gewährt werden zur Durchführung von Projekten, die der Integration von ausländischen und spätausgesiedelten Jugendlichen dienen.

14.9.2 Bezuschusst werden nachhaltige Projekte, die junge Ausländerinnen und Ausländer sowie junge Aussiedlerinnen und Aussiedler in Angebote der Jugendarbeit einbeziehen und sie damit in die Jugendarbeit selber und generell in die Gesellschaft integrieren. Diese Integrationsleistung fördert die persönlichen Kompetenzen der Jugendlichen und gibt Hilfestellungen beim Übergang von der Schule ins Berufsleben.

14.9.3 Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt. Die Höhe richtet sich nach der Bedeutung des Vorhabens.

Allgemeines: Das Förderprogramm besteht aus insgesamt 6 Teilprogrammen.

  • Integration durch Kooperation zwischen Schule und Jugendarbeit
  • Integration in der offenen Jugendarbeit
  • Integration in der verbandlichen Jugendarbeit
  • Integration in der Jugendkulturarbeit
  • Integration durch besondere Maßnahmen
  • Integration durch Seminarbausteine

Erläuterungen zu Zielen und Zielgruppen dieser Teilförderprogramme finden sich im Jugendarbeitsnetz (www.jugendarbeitsnetz.de) im Bereich Geld.

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich nur auf das Teilprogramm für die verbandliche Jugendarbeit.
Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Antragstellung ist jederzeit möglich.
Die Projekte dürfen aus keinem anderen Förderprogramm des Landes unterstützt werden. Beim Sozialministerium gibt es ebenfalls ein Förderprogramm zur Integration für die Träger der sozialen Jugendhilfe.

Ziele der Förderung sind:

Förderung der Zusammenarbeit von Deutschen und AusländernInnen in den Jugendorganisationen (durch Aktivitäten und Projekte von, für und mit Ausländerjugendlichen vor Ort);
Förderung interkultureller Kompetenz bzw. Vermittlungskompetenz in den Jugendorganisationen, (durch Information und Fortbildung für MultiplikatorenInnen der Jugendarbeit zu den Themen Integration und interkulturelle Kompetenz);
Förderung der Selbstorganisation von jugendlichen AusländernInnen in den bestehenden Jugendorganisationen bzw. in eigenen Strukturen (durch Anschub- und Vernetzungsarbeit).

Erläuterungen zu:
14.9.1 Neben Jugendverbänden und -ringen können auch rechtsfähige AusländerInnenorganisationen gefördert werden.
14.9.2 Detaillierte Informationen und Beratung über die Fördermöglichkeiten von Projekten gibt es beim Referat Internationales / Integration des Landesjugendrings.

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14.10 Kooperation Jugendarbeit - Schule

14.10.1 Trägern der außerschulischen Jugendbildung und sonstigen gemeinnützigen Trägern der Jugendarbeit sowie Schulen in Kooperation mit diesen Trägern können Zuschüsse zur Durchführung von gemeinsamen Kooperationsprojekten gewährt werden.

14.10.2 Bezuschusst werden Projekte, bei denen beide Partner gleichberechtigt eine gemeinsame Maßnahme mit Jugendlichen durchführen. Die Projekte sollen u. a. der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Jugendlichen dienen.

14.10.3 Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt. Die Höhe richtet sich nach der Bedeutung des Vorhabens.

14.10.4 Bezuschusst werden Projekte, die in der Regel innerhalb eines Schuljahres abgeschlossen werden.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 15. Oktober.

Erläuterungen zu:
14.10
Es sind Maßnahmen förderfähig, bei denen Organisationen der außerschulischen Jugendarbeit mit der Schule kooperieren.

Insbesondere folgende Maßnahmen können bezuschusst werden:

  • Projekthafte Aktionen - z.B. Projekttage, geschlechtsspezifische Angebote, Studienfahrten, erlebnispädagogische Angebote, Schullandheime;
  • Aktivitäten in der Schule - z.B. Pausenaktionen, Angebote am Nachmittag, Unterstützung von Schülerzeitungen, Elternarbeit etc.
  • SchülermentorInnen-Programm - Förderung der SchülermentorInnenausbildung;
  • Seminare mit Themen zur Persönlichkeitsbildung und zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen für Jugendliche ab dem 7. Schuljahr - z.B. "Übergang Schule Beruf", Gewaltprävention, Tage der Orientierung, Seminare mit arbeitslosen Jugendlichen.

Grundsätzlich sind alle oben genannten Themen förderfähig. Aufgrund des Fördervolumens kann es allerdings thematische Einschränkungen geben.

Förderrahmen:

  • Materialkosten ausgenommen Investitionen;
  • Fahrtkosten;
  • Seminarkosten;
  • Honorare für MitarbeiterInnen der Jugendarbeit;
  • Abhängig von der Antragslage kann eine Höchstfördersumme festgelegt werden (z.Z. 2.600,00 €);
  • Abhängig von der Antragslage kann ein Höchstanteil der Personalkosten am gesamten Antragsvolumen einer Maßnahme festgelegt werden. Personalkosten für festangestellte MitarbeiterInnen eines Trägers können nicht gefördert werden.

Der Zuschuss wird in der Regel als Festbetrag gewährt (z.Z. 80% der anerkannten Gesamtkosten). Die Anträge müssen sich auf das kommende Schuljahr beziehen und sind bis zum 15. Oktober eines jeden Jahres einzureichen. Nachanträge für einzelne, erst im laufenden Schuljahr entstandene Projekte können gestellt werden, ohne dass dadurch ein Förderanspruch begründet wird. Sofern durch nicht verbrauchte Fördermittel (Rücklaufmittel) eine nachträgliche Bewilligung möglich wird, erfolgt diese unter Berücksichtigung des Eingangsdatums.

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15. Bildungsmaßnahmen in Bezug auf Drogenprobleme und ähnliche Gefährdungen der Jugend


15.1 Trägern der außerschulischen Jugendbildung und sonstigen gemeinnützigen Antragstellern können für die Durchführung von Seminaren und praktischen Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Sucht- und Abhängigkeitsverhalten Zuschüsse gewährt werden.

15.2 Gefördert werden Seminare und praktische Maßnahmen, die sich mit den ursächlichen Zusammenhängen für die Entstehung von Sucht sowohl bei stofflichen Suchtformen (z. B. Rauschgift, Medikamente, Alkohol) als auch bei stoffungebundenen Süchten (z. B. Spielsucht, Magersucht, Gefährdungen durch Sekten u. ä.) befassen.

15.3 Seminare werden entsprechend Nr. 13 gefördert.

15.4 Der Zuschuss für praktische Maßnahmen wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt. Er beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke sowie TeilnehmerInnenlisten siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist der 01. März.

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16.1 Zur Förderung der internationalen Jugendbegegnung können Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden, sofern keine Förderung nach dem Zentralstellen- oder Direktverfahren des Kinder- und Jugendplans des Bundes erfolgt.

16.2 Der Zuschuss wird aus Bundes- und Landesmitteln nach Maßgabe der Richtlinien des Kinder- und Jugendplans des Bundes als Festbetrag gewährt.

16.3 Aus Landesmitteln können Maßnahmen, auch anderer Antragsteller, gefördert werden, sofern am Zustandekommen der internationalen Jugendbegegnung ein besonderes Landesinteresse besteht.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke sowie Teilnehmer/-innenlisten und statistisches Beiblatt siehe Formularübersicht. Ein Programm, eine Kostenaufstellung sowie eine Fahrpreisauskunft sind dem Antrag immer beizulegen. Antragsfrist beim Landesjugendring ist
der 01. Februar.

I Wer kann Anträge stellen?

Freie Träger der außerschulischen Jugendbildung, die ausschließlich örtlich oder regional aktiv sind.
Alle einem Bundesverband angehörenden Gruppen werden aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) gefördert und wenden sich verbandsintern über ihre Landeszentrale an ihre jeweilige Bundeszentrale.
Sonderregelung: Für Maßnahmen mit den Partnerregionen Baden-Württembergs (s. Liste II. 3.) können Gruppen, die einem Bundesverband angehören, eine Aufstockung ihres KJP-Zuschusses aus Landesmitteln beantragen. Dieser Antrag ist nur zusätzlich zum KJP Antrag möglich und muss über die Verbandszentrale beim Landesjugendring bzw. bei den Regierungspräsidien eingereicht werden. Auf dem Antragsvordruck ist deutlich sichtbar der Vermerk 'Zusatzantrag' anzubringen.


II Was wird gefördert?

Programmarten:
Jugendbegegnungen und Fachkräfteaustausche in allen Ländern sind förderfähig. In der Förderung wird unterschieden zwischen bilateralen (mit einem Partner) und multilateralen (mindestens zwei ausländische Partner) Begegnungen.

1. Internationale Jugendbegegnungen können unter folgenden Voraussetzungen gefördert werden:

a) Der Zahl der Begegnungen im Ausland soll eine vergleichbare Zahl von Begegnungen in Deutschland entsprechen. Das Prinzip der Gegenseitigkeit soll soweit wie möglich beachtet werden. Bilaterale Hin- und Rückbegegnung sollen möglichst innerhalb eines Zeitraums von 16 Monaten stattfinden. Die Maßnahmen müssen gemeinsam mit der ausländischen Partnergruppe durchgeführt werden.

b) Veranstaltungen der internationalen Jugendarbeit müssen ein zwischen den Partnern rechtzeitig vorbereitetes und vereinbartes Programm haben, das insbesondere über Zielgruppen, Lernziele, Arbeitsmethoden und, bei themenorientierten Programmen, auch über Themen hinreichenden Aufschluss gibt und eine ausreichende Vorbereitung und Auswertung gewährleistet.

c) Die verantwortlichen Leiterinnen und Leiter der Veranstaltungen müssen Erfahrungen in der internationalen Jugendarbeit haben und die Fähigkeit besitzen, die teilnehmenden Personen zur Mitarbeit und zu eigener Initiative zu veranlassen. Sie sollten über die erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse verfügen.

d) Der Träger hat dafür Sorge zu tragen, dass die teilnehmenden Personen gegen Unfall, Krankheit und Schadensersatzansprüche ausreichend versichert sind.

e) Das Zahlenverhältnis zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Ausland und aus der Bundesrepublik Deutschland soll bei bilateralen Programmen ausgeglichen sein. Bei multilateralen Maßnahmen ist eine Mindestzahl von 3 Teilnehmenden pro Land festzulegen. Die Zahl der mitwirkenden Leiterinnen und Leiter sowie der Fachkräfte muss in einem angemessenen Verhältnis zur Gesamtteilnehmerzahl stehen. Grundsätzlich ist für 10 Jugendliche 1 Leitungsperson ausreichend.

f) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen nicht jünger als 12 Jahre sein und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

g) Die Dauer der Veranstaltung soll mindestens fünf und höchstens 30 Tage (ohne Ab- und Anreisetag) betragen. Für Maßnahmen in grenznahen Regionen kann eine kürzere Dauer gelten, wenn zwischen den gleichen Partnern innerhalb eines Kalenderjahres mehrere Begegnungen von insgesamt 10 Tagen stattfinden.

h) Vorbereitung und Auswertung von internationalen Maßnahmen werden entsprechend gefördert, sofern sie im Bundesgebiet stattfinden und insgesamt nicht länger als 3 Tage dauern.

2. Fachkräfteaustausch kann unter folgenden Voraussetzungen gefördert werden:

a) Für Fachkräfteaustausch gilt die Altersbegrenzung auf 27 Jahre nicht.

b) Die in Nr. 1. Buchstaben a-d genannten Voraussetzungen gelten entsprechend.

3. Programme mit den Partnerregionen Baden-Württembergs werden höher gefördert:

  • Italien: Emilia Romagna, Lombardei und Kampanien (neu)
  • Frankreich: Rhône-Alpes (nur Zusatzanträge zu Anträgen beim Deutsch-Französischen Jugendwerk)
  • Spanien: Katalonien
  • Großbritannien: Wales
  • Türkei: Keine regionalen Ergänzungen
  • Polen: hier sind keine Zusatzanträge möglich, siehe DPJW
  • Tschechien: Keine regionalen Ergänzungen
  • Slowakei: Keine regionalen Ergänzungen
  • Ungarn: Keine regionalen Ergänzungen
  • Israel: Keine regionalen Ergänzungen

4. Für folgende Maßnahmen ist keine Förderung durch die Landeszuwendungen für Jugendbegegnungen möglich:

  • Anträge an das Deutsch-Französische Jugendwerk
  • bilaterale Begegnungen in einem "Drittland"
  • Schüleraustauschmaßnahmen
  • reine Wettkämpfe und Konzertveranstaltungen
  • Begegnungen, die im Rahmen von kommunalen Partnerschaften durchgeführt werden (Ausnahmen sind möglich)
  • Begegnungen, die über das Programm "Jugend für Europa" bezuschusst werden (ein Zuschuss kann nur dann gewährt werden, wenn die Europamittel unter den aktuellen Fördersätzen liegen; der Landeszuschuss wird dann in Höhe der Differenz zwischen dem Europazuschuss und dem sich nach den aktuellen Fördersätzen rechnerisch ergebenen Betrag gewährt)
  • Rundreisen im Gastland ohne Partnergruppe
  • Studienfahrten oder Bildungsreisen ohne Begegnung mit einer Partnergruppe

III. Aktuelle Fördersätze:

Die aktuellen Fördersätze orientieren sich an dem jeweiligen Staatshaushaltsplan, d.h. Änderungen gegenüber den in der Förderübersicht genannten Fördersätzen des Jahres 2003 sind möglich.
Grundlage der Fahrtkostenberechnung ist gegenwärtig noch der Preis einer Deutschen Bahn-Gruppenfahrkarte 2. Klasse. (Eine Entfernungstabelle analog dem KJP ist in Vorbereitung) Eine Fahrpreisauskunft ist mit dem Antrag immer vorzulegen. Das günstigste Verkehrsmittel wird der Berechnung zugrunde gelegt.

IV. Wo und bis wann müssen Anträge einreicht werden?

In Baden-Württemberg ist das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport für die Förderung internationaler Jugendbegegnungen zuständig. Die Abwicklung des Förderverfahrens für internationale Jugendbegegnun-gen erfolgt durch die Regierungspräsidien in Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen.


V. Andere Förderprogramme

Hierzu sind ausführliche Informationen auf der Homepage www.jugendarbeitsnetz.de unter Punkt: GELD zu finden.

1) Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)
Die internationale Jugendarbeit mit Polen wird über das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) gefördert. Es gelten eigene Richtlinien und es sind gesonderte Formulare zu benutzen. Anträge an das DPJW werden über Zentralstellen eingereicht. Das Kultusministerium fungiert als Zentralstelle.
Antragsteller, die ausschließlich örtlich oder regional aktiv sind, reichen ihre Anträge über den Landesju-gendring oder die Regierungspräsidien beim Kultusministerium ein. Eine separate Arbeitshilfe für die An-tragstellung beim DPJW kann beim Landesjugendring angefordert werden, Antragsformulare bei den Regie-rungspräsidien. Bitte nur diese Formulare verwenden. Alle Infos auch auf der Homepage www.dpjw.org

Fördersätze:
Die aktuellen Fördersätze orientieren sich an dem jeweiligen Haushaltsplan, d.h. Änderungen gegenüber den nachstehend genannten Fördersätzen des Jahres 2003 sind möglich.

In-Projekte:
Der Fördersatz beträgt unabhängig von der Unterbringungsart 9,00 € je Tag und Teilnehmer/-in (zuzüglich wird ein Taschengeld von 3,00 € pro polnischem Teilnehmer/-inbzw. 5,00 € für polnische Begleitpersonen gewährt). Ein entsprechender Nachweis per Unterschrift ist dazu auf einer Teilnehmer/-innenliste zu führen.

Out-Projekte:
Für Projekte in Polen gilt die Anlage 2 A der DPJW-Richtlinien (Fahrtkostentabelle). Die Berechnung der Fahrtkostenerstattung bei Begegnungsmaßnahmen mit Polen richtet sich danach, in welchem Regierungs-bezirk der Herkunftsort der reisenden Gruppe liegt. Die Tabelle zur Berechnung der Fahrtkosten ist beim LJR erhältlich. Beantragt werden können die in der Tabelle zwischen Ausgangsort und Zielort angegebenen €-Beträge, die mit der Anzahl der Teilnehmer/-innen multipliziert werden.

Für deutsch-polnische Jugendbegegnungen gilt die Höchstfördersumme des Landesjugendplans von 5.113,- € je Projekt nicht.


2) Deutsch-Französisches Jugendwerk
Anträge sind direkt bei den Regierungspräsidien zu stellen. Richtlinien und Formulare sind dort oder unter: www.dfjw.org erhältlich.


3) Jugend für Europa
Auch das Aktionsprogramm JUGEND der Europäischen Union fördert Jugendbegegnungen. Alle Infos unter www.webforum-jugend.de


4) Kinder- und Jugendplan des Bundes: Sondermaßnahmen der internationalen Jugendarbeit
Anträge auf Sondermaßnahmen (z.B. ConAct www.ConAct-org.de deutsch-israelischer Jugendaustausch, Tandem www.tandem-org.de deutsch-tschechischer Jugendaustausch) nach dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) sind über die Regierungspräsidien beim Kultusministerium zu stellen.
Nähere Informationen www.bmfsfj.de

 

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17.1 Schulen können für internationale Schülerbegegnungen mit Staaten Mittel- und Osteuropas, die die persönliche Begegnung junger Menschen ermöglichen, insbesondere helfen, das kulturelle und gesellschaftliche Leben in den genannten Ländern kennenzulernen, Zuschüsse gewährt werden.

17.2 Zuwendungsvoraussetzungen:

17.2.1 Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen mindestens der Klassenstufe 8 angehören.

17.2.2 Das Projekt soll mindestens 5 und nicht länger als 10 Tage dauern.

17.2.3 Es wird eine gründliche Vor- und Nachbereitung erwartet, die auch die Beschäftigung mit aktuellen und grundsätzlichen Fragen der Entwicklung in Mitteleuropa umfasst. Die begleitenden Lehrkräfte sollen vor einer Begegnungsfahrt an einer geeigneten Lehrerfortbildungsmaßnahme teilgenommen haben. Das Projekt soll auf Gegenseitigkeit angelegt sein, wie z. B. im Rahmen einer Schulpartnerschaft.

17.2.4 Eine Gruppe soll nicht weniger als 8 und nicht mehr als 60 Personen umfassen.

Auf durchschnittlich je 15 Personen soll eine Jugendleiterin bzw. ein Jugendleiter, eine Lehrkraft oder eine sonstige Betreuungspersonen teilnehmen.

Bei gemischten Gruppen sollen männliche und weibliche Betreuungspersonen die Gruppe begleiten, auch wenn dadurch die Teilnehmer-Betreuer-Relation unterschritten wird; diese kann auch in begründeten Einzelfällen, wie z. B. bei behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, unterschritten werden.

17.3 Der Zuschuss wird im Wege der Projektförderung gewährt, bei Maßnahmen in Baden-Württemberg als Zuschuss zu den Aufenthaltskosten (Festbetragsfinanzierung), bei Maßnahmen bei der Partnerorganisation als Zuschuss zu den Fahrkosten (Anteilsfinanzierung).

17.3.1 Bei Maßnahmen in Baden-Württemberg beträgt der Zuschuss bis 7,70 EUR je Tag und Person der Gästegruppe; An- und Abreise werden zusätzlich als ein weiterer Tag gefördert.

Sollte die Unterbringung aller, auch der baden-württembergischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, an einem dritten Ort in Baden-Württemberg stattfinden, kann der Zuschuss auch für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gastgebenden Gruppe gewährt werden.
Für den Fall der Unterbringung außerhalb Baden-Württembergs kann der Zuschuss nur gewährt werden, wenn die Bewilligungsbehörde vorher zugestimmt hat.

17.3.2 Bei Maßnahmen bei der Partnerorganisation beträgt der Zuschuss bis zu 60 v. H. der anerkannten Fahrkosten (günstigstes Angebot bei Busfahrten oder Gruppenfahrschein 2. Klasse bei Bahnfahrten, wobei jeweils sämtliche Ermäßigungen zu berücksichtigen sind); dabei wird jeweils die kürzeste Entfernung zwischen den zentralen Ausgangsorten (regelmäßig die Kreisstadt) zugrunde gelegt, wobei aus Gründen der Programmgestaltung bis zu 100 km (einfache Entfernung) zusätzlich anerkannt werden können.

17.4 Der Zuschuss kann auch für Betreuungspersonen gewährt werden, soweit diese nicht Anspruch auf Kostenerstattung nach dem baden-württembergischen Reisekostenrecht haben.

17.5 Die Anträge sollen, in Abweichung von Nr. 6.4, bis 1. Dezember des Vorjahres vorliegen.

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18.1 Trägern der Jugendarbeit, Schulen sowie Studentengruppen können Zuschüsse für Studienfahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts gewährt werden.

18.2 Zuwendungsvoraussetzungen sind:

18.2.1 Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen mindestens 12, jedoch noch nicht 27 Jahre alt sein.

18.2.2 Die Gruppe soll nicht weniger als 8 Personen umfassen.

18.2.3 Die Gedenkstättenfahrt sollte in der Regel eintägig sein. Dies gilt auch für den Fall, dass sie Teil einer mehrtägigen Veranstaltung ist, etwa eines Schullandheimaufenthalts oder einer Jugendfreizeit.

18.2.4 Die besuchte Gedenkstätte soll ein didaktisches Konzept aufweisen, eigenes Dokumentationsmaterial einsetzen und über die notwendige organisatorische Grundausstattung, insbesondere Räume für Vorträge, Filme u. a. verfügen. Die Studienfahrt wird in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte geplant und durchgeführt.
Hinweise und Informationen zu entsprechenden Einrichtungen in Baden-Württemberg können beim Gedenkstättenreferat der Landeszentrale für politische Bildung abgerufen werden.

18.2.5 Fahrten zu Gedenkstätten innerhalb Baden-Württembergs, die den o. a. Anforderungen entsprechen, können im Rahmen dieses Programms gefördert werden. Dies gilt auch für außerhalb des Landes gelegene Gedenkstätten, die bis zu 100 km von der Landesgrenze entfernt liegen sowie für die Gedenkstätte Dachau.
Fahrten zu anderen Gedenkstätten können bei Vorliegen besonderer Gründe gefördert werden.

18.2.6 Es wird eine gründliche Vor- und Nachbereitung erwartet.
Auf die Angebote zur Fortbildung, die von der Landeszentrale für politische Bildung, von den Oberschulämtern und vom Landesinstitut für Erziehung und Unterricht Stuttgart angeboten werden, wird hingewiesen.

18.3 Der Zuschuss wird nach Maßgabe der vorhandenen Mittel in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt. Er beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Fahrkosten zwischen dem Ausgangsort und der Gedenkstätte.

18.3.1 Ist die Gedenkstättenfahrt Teil einer mehrtägigen Veranstaltung, wird der Zuschuss nach dem Anteil berechnet, den der Tag des Besuchs der Gedenkstätte am Gesamtprogramm hat.

18.3.2 Bei Fahrten anlässlich von Schullandheimaufenthalten, Jugendfreizeiten oder vergleichbaren Veranstaltungen wird der Zuschuss anhand der Fahrkosten berechnet, die aus Anlass des Besuchs der Gedenkstätte entstanden sind.

18.3.3 Ist die Gedenkstättenfahrt ausnahmsweise auf mehrere Tage angelegt, um ergänzende Programmpunkte einbauen zu können, die in einem inneren Zusammenhang mit der Thematik stehen, wie z. B. Wiederaufbau, demokratische Errungenschaften oder supranationale Einrichtungen, kann der volle Zuschuss gewährt werden, wenn die Bewilligungsbehörde dem Programm vor Projektbeginn zugestimmt hat.

18.4 Anträge sollen, abweichend von Nr. 6.4, 6 Wochen vor Projektbeginn vorliegen.

Allgemeines: Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke sowie TeilnehmerInnenlisten siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. April. I

Erläuterungen zu:
18.2.5 Gedenkstättenbesuche in Berlin, Ostdeutschland oder in Polen werden nicht nach den vorliegenden Hinweisen gefördert. Diese Besuche bitte bei "Fahrten zur politischen Bildung", bzw. beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk beantragen.

18.4 Die Anträge sollten spätestens 6 Wochen vor Durchführung der Studienfahrt vorliegen, jedoch möglichst bis zum 1. April, da ansonsten ein Zuschuss nicht mehr gewährleistet ist.

 

Förderprogramm „Kulturpflege im ländlichen Raum“

Freien Trägern der außerschulischen Jugendarbeit können Zuschüsse gewährt werden für musisch-kulturelle Projekte, die vor allem überörtlichen Charakter haben und mehrere Gruppen zusammenführen.

Allgemeines:
Antrags- und Verwendungsnachweisvordrucke siehe Formularübersicht; Abgabefrist beim LJR ist 01. März.

Verstärkte Kulturpflege vor allem im ländlichen Raum bedeutet, dass in erster Linie jene kulturellen Aktivitä-ten gefördert werden, die in Gemeinden stattfinden, die im ländlichen Raum und in Räumen mit Struktur-schwäche liegen. Die Einschränkung „vor allem“ bedeutet jedoch nicht, dass ausschließlich Projekte in diesen Räumen gefördert werden. Es kann auch eine Förderung von kulturellen Aktivitäten in vergleichbar strukturier-ten Gemeinden der Verdichtungsräume erfolgen. Dies schließt Aktivitäten in Städten ab 100.000 Einwohner aus!

Freien Trägern der Jugendarbeit, insbesondere den Jugendverbänden und -ringen, können Zuschüsse gewährt werden für musisch-kulturelle Projekte, die vor allem überörtlichen Charakter haben, mehrere Gruppen zu-sammenführen und eine gewisse Außenwirkung für die Bewohner des ländlichen Raums entfalten. Sie dürfen sich nicht allein auf Mitglieder einer bestimmten Gruppe beschränken.
Gedacht ist insbesondere an Musikfeste, Musik- und Filmfestivals und andere kulturelle Feste, Veranstaltun-gen mit Wettbewerbscharakter mit regionalem Bezug, gemeinsame Ausstellungen, Jugendtheatertreffen oder ähnliche Projekte mit jugendspezifischer Ausrichtung, wobei der Antragsteller bzw. seine Mitglieder aktiv am Programm beteiligt sein sollen. Gefördert werden können auch Projekte, bei denen der Antragsteller bzw. sei-ne Mitglieder mit lokalen Vereinen, örtlichen Bühnen und anderen Organisationen, auch Schulen, kooperieren (verbandsübergreifende Maßnahmen). Darüber hinaus können interdisziplinäre Projekte und interkulturelle Projekte (unter Einbeziehung von Mitbürgern mit Migrationshintergrund) gefördert werden.
Veranstaltungen, die nur sportfachliche, religiöse, arbeitsrechtliche oder berufsspezifische Themen behan-deln, sowie Sitzungen von Verbands- oder Jugendgremien werden nicht gefördert.

Projekte mit zuschussfähigen Gesamtkosten von mehr als 8000.- € werden nicht gefördert.
In den zuschussfähigen Gesamtkosten dürfen keine Kosten für Verpflegung von VeranstaltungsbesucherInnen enthalten sein. Entsprechende Kosten für aktiv Mitwirkende und deren Helfer sind nach wie vor zuschussfä-hig. Der Zuschuss kann bis zu 50% der Gesamtkosten betragen.

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19.1 In Jugendwohnheimen und Bildungseinrichtungen des Jugendaufbauwerks

19.1.1 Den im Jugendaufbauwerk zusammengeschlossenen Trägern können zur Förderung der staatspolitischen und kulturellen Jugendbildung in ihren Einrichtungen Zuschüsse gewährt werden.

19.1.2 Für Voraussetzungen und Höhe des Zuschusses zu Seminaren gelten die Nrn. 13.2 und 13.3.

19.1.3 Zu Maßnahmen im übrigen, insbesondere zur Beschaffung von Lehr- und Lernmitteln, wird der Zuschuss in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

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19.2 In Freizeit- und Bildungseinrichtungen für Mädchen und junge Frauen

19.2.1 Trägern von Freizeit- und Bildungseinrichtungen für Mädchen und junge Frauen (Mädchenclubheime) können zu den Personal- und Sachkosten dieser Einrichtungen Zuschüsse gewährt werden.

19.2.2 Der Zuschuss kann nur an Träger gewährt werden, die in ihren Einrichtungen durch aufeinander abgestimmte Bildungs-, Begegnungs- und Freizeitangebote, orientiert an den spezifischen Belangen von Mädchen und jungen Frauen, den Übergang von der Schule zum Beruf fördern.

19.2.3 Der Zuschuss wird zur institutionellen Förderung in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 v. H. der als notwendig anerkannten Personal- und Sachkosten.

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III

Förderung der verbandlichen und überverbandlichen Arbeit der Jugendorganisationen

 

20.1 Landesweit anerkannten Jugendverbänden können zur Durchführung ihrer zentralen Führungsaufgaben Zuschüsse gewährt werden. Hierzu gehören insbesondere:

20.1.1 Verwaltungskosten;

20.1.2 Betriebskosten zentraler Ausbildungsstätten (mit Übernachtungsmöglichkeit);

20.1.3 die Beschaffung von Lehr- und Arbeitsmitteln sowie von Sportgeräten;

20.1.4 Modellmaßnahmen, für die eine Modellbeschreibung vorliegt, wonach das Modell auf nicht mehr als 3 Jahre angelegt ist, die Mitarbeit fachlich qualifizierter Personen, die nicht unmittelbar an der Maßnahme beteiligt sind, sichergestellt ist, ein Abschluss- und Auswertungsbericht verbindlich zugesagt wird und die Zustimmung des Kultusministeriums vorliegt;

20.1.5 Maßnahmen entsprechend den Nrn. 11 bis 16.

20.2 Der Zuschuss wird in der Form der Festbetragsfinanzierung bewilligt und kann bis zu 50 v. H. des als notwendig anerkannten Aufwands betragen.

Für die in Nr. 20.1.5 bezeichneten Maßnahmen ergeben sich Finanzierungsart und Zuschusshöhe aus den dort genannten Förderprogrammen.

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21.1 Für die Vergütung von Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten werden den Jugendverbänden und überregionalen Zusammenschlüssen anerkannter Träger der freien Jugendarbeit auf der Grundlage der im Staatshaushaltsplan festgelegten Stellenzahl 70 v. H. der als notwendig anerkannten Personalkosten erstattet.

21.2 Voraussetzungen für die Zuschussgewährung sind:

21.2.1 Die Beschäftigung von Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten, für die ein Zuschuss beantragt werden soll, bedarf der Zustimmung des Kultusministeriums.

21.2.2 Grundsätzlich ist eine abgeschlossene Ausbildung mit pädagogischer oder vergleichbarer Ausrichtung (Hochschule oder Fachhochschule) sowie eine mehrjährige praktische Erfahrung in der Jugendarbeit erforderlich.

21.2.3 Vom Erfordernis der Hochschulausbildung kann abgesehen werden, wenn sich die Bewerberin oder der Bewerber langjährig in der Jugendarbeit bewährt hat, eine abgeschlossene Berufsausbildung besitzt und eine erfolgreiche Teilnahme an längerfristigen Weiterbildungskursen mit erzieherischem Bezug nachweist.

21.2.4 Die Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten müssen sich überwiegend der Jugendbildungsarbeit widmen. Sie sind durch Schulung, Beratung und Weiterbildung insbesondere in folgenden Bildungsfeldern tätig:
– Soziales Lernen
– Entwicklung persönlicher und beruflicher Kompetenz im Übergangsbereich Schule - Beruf
– Erwerb von Medienkompetenz
– Interkulturelle Bildung / Internationale Kompetenz
– Politische Bildung
– Beteiligung in Gesellschaft und Politik
– Kulturelle Jugendbildung
– Qualifikation für Leitungsaufgaben.

In diesem Zusammenhang verfolgen sie unter anderem folgende Handlungsansätze:
– Beobachtung und Berücksichtigung neuer Entwicklungen in Jugendbildung, Jugendforschung und Jugendpolitik
– Erarbeitung von Bildungskonzeptionen und einzelnen Bildungsprojekten
– Schaffung von Vernetzungsstrukturen
– Herausgabe von Publikationen.

21.3 Den Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten ist bei Arbeitsantritt bekanntzugeben und von diesen unterschriftlich zu bestätigen, dass ihre Tätigkeit den Bestimmungen des Jugendbildungsgesetzes und den hierzu ergangenen Durchführungsbestimmungen unterliegt.

21.4 Festsetzung der Vergütung:

21.4.1 Die Festsetzung der Vergütung für die Ermittlung der Zuwendung erfolgt entsprechend dem BAT nach der Ausbildung des Bildungsreferenten und einer Arbeitsplatzbeschreibung; Nr. 5.3 bleibt unberührt.

21.4.2 Die Bewilligungsbehörde kann eine vereinfachte Berechnung der Personalkosten zulassen. In einer jährlich auf der Grundlage des BAT zu erstellenden Tabelle können differenziert nach dem Personenstand mehrere Lebensaltersstufen und der Ortszuschlag zusammengefasst werden und ein pauschaler Zuschlag für jedes berücksichtigungsfähige Kind vorgesehen werden.

Für sämtliche Berechnungsgrundlagen ist der 1. Januar des jeweiligen Rechnungsjahres maßgebend.

21.5 Über Anträge auf Bezuschussung wird auf Vorschlag des Landesjugendrings entschieden.

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22.1 Für die politische Bildungs- und die staatsbürgerliche Erziehungsarbeit des Rings politischer Jugend und der in ihm zusammengeschlossenen politischen Jugendverbände können Zuschüsse zu den anerkannten Verwaltungskosten und zu Bildungsmaßnahmen gewährt werden.

22.2 Der Zuschuss zu den Verwaltungskosten wird als Festbetrag gewährt.

22.2.1 Als Verwaltungskosten können nur Aufwendungen anerkannt werden, die im Zusammenhang mit Bildungsmaßnahmen stehen.

22.2.2 Der Anteil der anerkannten Verwaltungskosten an den Gesamtverwaltungs-
kosten kann nach Maßgabe des Staatshaushaltsplans pauschaliert werden und soll nicht über 70 v. H. betragen.

22.3 Der Zuschuss zu Bildungsmaßnahmen, insbesondere Maßnahmen nach Nrn. 12 bis 16, wird als Festbetrag gewährt.

22.4 Die Zuwendungen dürfen nicht für Parteizwecke verwendet werden. Ihr Einsatz zur Werbung für einzelne Parteien oder Persönlichkeiten zu Wahlzwecken ist nicht zulässig. Die Zuwendungen sind ferner nicht für Baumaßnahmen bestimmt.

22.5 Der Ring politischer Jugend beantragt die zur Verfügung stehenden Landes-
mittel unter Vorlage eines Haushaltsplans, aus dem sich die Aufteilung der Mittel ergibt.

22.6 Der Ring politischer Jugend sorgt für die Weiterleitung der den einzelnen Organisationen zustehenden Mittel.

22.7 Den bei den Rechnungsbelegen aufzubewahrenden Unterlagen über geschlossene Veranstaltungen sind Listen beizufügen, die das Programm der Veranstaltung, ihre Dauer und die Zahl der Verpflegungstage sowie Name, Heimatanschrift und Alter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, enthalten.

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23.1 Gefördert werden Musikschulen, die eine breite musikalische Bildungsarbeit in theoretischer oder praktischer Form leisten.

23.2 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung gewährt. Bemessungsgrundlage sind die als notwendig anerkannten Aufwendungen für das an den Musikschulen tätige pädagogische Personal. Der Fördersatz wird im jeweiligen Staatshaushaltsplan festgelegt; er beträgt mindestens 10 v. H. der Bemessungsgrundlage nach Satz 2.

23.3 Zuwendungsvoraussetzungen sind, dass

23.3.1 die Musikschulen angemessene Teilnehmerbeiträge erheben und die üblichen Vergütungssätze anwenden;

23.3.2 sich die örtlich zuständigen Gemeinden, Landkreise oder Zweckverbände mindestens in gleicher Höhe wie das Land an den Aufwendungen beteiligen, wobei die Beteiligung auch in der Übernahme tatsächlich entstandener Sachkosten bestehen kann;

23.3.3 bei nicht kommunalen Musikschulen ein Zustimmungsvermerk der zuständigen kommunalen Stellen vorliegt.

23.4 Die Prüfung der Zuwendungsvoraussetzungen und die Bewilligung erfolgen unter angemessener Berücksichtigung des Selbstverwaltungsrechts der Gemeinden. Insbesondere sind die personellen Möglichkeiten und finanziellen Verhältnisse des Trägers angemessen zu beachten.

23.5 Die Bewilligungsbehörde kann im Einzelfall auf gesonderten Antrag in Abweichung von Nr. 23.3.1 höhere Vergütungssätze zulassen, wenn dies auf Grund der örtlichen Gegebenheiten oder aus pädagogischen Gründen erforderlich ist.

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24.1 Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung sowie öffentlich-rechtlichen Trägern können zum Betrieb einer Jugendkunstschule Zuschüsse gewährt werden, wenn sich die Jugendkunstschule nach einem langfristig angelegten pädagogischen Konzept gezielt mit künstlerischen Angeboten an Kinder und Jugendliche wendet, auf Kontinuität angelegt ist und ganzjährig arbeitet und unter Leitung einer/s nach Ausbildung oder Berufserfahrung geeigneten Künstlerin/Künstlers oder Kunsterzieherin/Kunsterziehers steht.

24.2 Zuwendungsvoraussetzungen sind, dass

24.2.1 die Jugendkunstschule jährlich mindestens 1000 Stunden Unterricht anbieten soll, angemessene Teilnehmerbeiträge erhebt und die üblichen Vergütungssätze anwendet;

24.2.2 sich die örtlich zuständigen Gemeinden, Landkreise oder Zweckverbände mindestens in gleicher Höhe wie das Land an den Aufwendungen beteiligen, wobei die Beteiligung auch in der Übernahme tatsächlich entstandener Sachkosten bestehen kann;

24.2.3 bei nicht kommunalen Jugendkunstschulen ein Zustimmungsvermerk der zuständigen kommunalen Stellen vorliegt;

24.2.4 die Jugendkunstschule im Falle der Angliederung an eine andere Einrichtung eine eigenständige Leitung sowie einen eigenen Wirtschaftsplan nachweist.

24.3 Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung gewährt. Bemessungsgrundlage sind die als notwendig anerkannten Aufwendungen für das an den Jugendkunstschulen tätige pädagogische Personal. Der Fördersatz beträgt bis zu 15 v. H. für nebenamtliche, bis zu 17 v. H. für hauptamtliche Lehrkräfte.

24.4 Die Prüfung der Zuwendungsvoraussetzungen und die Bewilligung erfolgen unter angemessener Berücksichtigung des Selbstverwaltungsrechts der Gemeinden. Insbesondere sind die personellen Möglichkeiten und finanziellen Verhältnisse des Trägers angemessen zu beachten.

24.5 Die Bewilligungsbehörde kann im Einzelfall auf gesonderten Antrag, in Abweichung von Nr. 5.3 höhere Vergütungssätze zulassen, wenn dies auf Grund der örtlichen Gegebenheiten oder aus pädagogischen Gründen erforderlich ist.

24.6 Die Bewilligungsbehörde kann bei erstmaliger Förderung Ausnahmen zulassen:

24.6.1 von der Voraussetzung der Anerkennung nach Nr. 3, längstens für die Dauer von drei Jahren;

24.6.2 von Nr. 24.2.1,
längstens für die Dauer von drei Jahren, wobei 600 Stunden, bezogen auf ein volles Kalenderjahr, nicht unterschritten werden dürfen.

24.7 Die Anträge werden vor der Entscheidung der Bewilligungsbehörde einer Gutachterkommission beim Kultusministerium vorgelegt; die Gutachterkommission spricht Empfehlungen zur Förderung aus.

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25.1 Trägern der außerschulischen Jugendbildung sowie sonstigen gemeinnützigen Antragstellern können Zuschüsse für bedeutsame Maßnahmen gewährt werden, an deren Durchführung ein besonderes Landesinteresse besteht.

25.2 Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt. Die Höhe richtet sich nach der Bedeutung des Vorhabens.

25.3 Voraussetzung ist, dass die Maßnahme nicht aus den Regelprogrammen des Landesjugendplans gefördert werden kann.

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Für die Förderung der Landjugendorganisationen gelten die jeweiligen Verwaltungsvorschriften des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum.

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Diese Richtlinien treten mit Wirkung vom 1. Januar 2003 in Kraft.

Gleichzeitig werden die Richtlinien des Kultusministeriums zum Landesjugendplan Baden-Württemberg vom 30. August 2000 (K.u.U. S. 280), geändert durch Verwaltungsvorschrift vom 8. August 2001 (K.u.U. S. 336), aufgehoben.

 

 

Merkblatt für die Verdandszentralen

 

1. Verwaltungsvereinfachung durch Gesamtantragsverfahren für
Jugendleiterinnenlehrgänge, Seminare und pädagogische BetreuerInnen

Für die o.g. Programme können zur Verwaltungsvereinfachung jeweils Gesamtanträge gestellt werden. Der Gesamtantrag muss nur die Gesamtzahl der TeilnehmerInnentage (=Verpflegungstage) für alle geplanten Lehrgangs- oder Seminartage bzw. die Gesamtzahl aller BetreuerInnen-Einsatztage des Jugendverbandes oder Jugendringes enthalten.

Verfahren:
Verbände und Ringe, die bis zu 500 TeilnehmerInnen/BetreuerInnentage beantragen, werden bei den Be-willigungen antragsgemäß berücksichtigt.

Bei Verbänden und Ringen mit über 500 Teilnehmerinnen/BetreuerInnentagen gilt folgendes:

- Entspricht der Gesamtantrag dem Vorjahres-Ist-Ergebnis oder ist er größer, erfolgt die Bewilligung auf der Basis des Vorjahres-Ist-Ergebnisses.
Die Verbände und Ringe müssen bei der Antragstellung erklären, dass sie ggf. mit der Bewilligung des Vohrjahres-Ist-Ergebnisses einverstanden sind.

- Sind die beantragten Tage geringer als das Vorjahres-Ist-Ergebnis, werden nur die entsprechend beantragten Tage bewilligt.


Berechnung des Vorjahres-Ist-Ergebnisses:

Alle TeilnehmerInnentage von Lehrgängen oder Seminaren bzw. BetreuerInnentage einer Organisation, die aus dem Landesjugendplan gefördert wurden, werden berücksichtigt. Außerdem können die Teilneh-merInnentage von Maßnahmen dazugezählt werden, welche die Organisation ohne Landeszuschuss durchgeführt hat. Dazu müssen der Bewilligungsstelle jedoch die Verwendungsnachweise vorgelegt wer-den, auch wenn keine Förderung erfolgte. Das daraus ermittelte Ist-Ergebnis ist die Bewilligungsgrundla-ge für das Folgejahr.

Im Falle eines "Einbruchs" an TeilnehmerInnen / BetreuerInnentagen kann auf Antrag der Organisation ausnahmsweise einmal auf das Ist-Ergebnis des vorletzten Jahres zurückgegriffen werden.

Die bewilligten TeilnehmerInnentage von Lehrgängen und Seminaren können im Bedarfsfall miteinander verrechnet werden.

Dieses Verfahren gilt auch für Antragsteller, die unter 500 TeilnehmerInnentagen beantragen.

Bitte beachten: bei Bildungsmaßnahmen in Bezug auf Drogenprobleme und ähnliche Gefährdungen der Jugend gibt es kein Gesamtantragsverfahren!

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Adressen

 

Regierungspräsidien

Regierungspräsidium Stuttgart
Jugendpflege Referat 24
Ruppmannstr.21
70565 Stuttgart
   
Frau Birke 0711/904-3174 susanna.birke@rps.bwl.de
Herr Nill 0711/904-2763 bernd.nill@rps.bwl.de
Frau Valtink 0711/904-2762 janina.valtink@rps.bwl.de
FAX 0711/904-2408  

 

Regierungspräsidium Karlsruhe
Jugendpflege Referat 24
Schloßplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
   
Frau Mahnke 0721/926-6244 christine.mahnke@rpk.bwl.de
Frau Krug 0721/926-3524 anna.krug@rpk.bwl.de
FAX 0721/22278  

 

Regierungspräsidium Freiburg
Jugendpflege Referat 24
Gartenstr. 25-27
79098 Freiburg
   
Herr Scheer 0761/208-1703 klaus.scheer@rpf.bwl.de
Frau Brutschin 0761/208-1702 gerlinde.brutschin@rpf.bwl.de
FAX 0761/208-1080
 

 

Regierungspräsidium Tübingen
Jugendpflege Referat 24
Konrad Adenauer-Str.20
72072 Tübingen
   
Frau Brosch (vorm.) 07071/757-3288 hilde.brosch@rpt.bwl.de
Frau Löwenstein 07071/757-3284 helene.loewenstein@rpt.bwl.de
Herr Held (Internationales) 07071/757-3712 edgar.held@rpt.bwl.de
FAX 07071/757-3190
 


Deutsch-Polnisches Jugendwerk

Büro Potsdam Büro Warschau
Postfach 600516 Polsko-Niemiecka
14405 Potsdam Wspolpraca Mlodziezy
Tel.0331/28479 - 30/31 ul. Alzacka 18
Fax:0331/297527 03-972 Warszawa
  Tel.022/170448
  Fax:022/170448



Deutsch-Französisches Jugendwerk

Molkenmarkt 1
10179 Berlin
Tel.: 030/288 757-0
Fax: 030/288 757-88

 

Zuschussquoten/Fördersätze 2003

 

Übersicht über die 2003 bewilligten Zuschussquoten des Landesjugendplans

Jugenderholungsmaßnahmen
Kinder aus finanziell schwachen Familien
5,10 € Tag/Tn
Jugenderholungsmaßnahmen mit
Behinderten und Nichtbehinderten
9,20 € Tag/Tn
Pädagogische BetreuerInnen (IST-Ergebnis) 8,70 € Tag/Tn
Zelte und Zeltmaterial 22 % (vorläufig)
Lehrgänge für JugendleiterInnen (IST-Ergebnis) 9,70 € Tag/Tn
Seminare in allen Bildungsbereichen (IST-Ergebnis) 9,70 € Tag/Tn
Maßnahmen in allen Bildungsbereichen
(max. Summe pro Antrag 1.800 €)
35 %
Fahrten zur politischen Bildung 35 %
Fahrten zu Gedenkstätten 40 % der Fahrtkosten
Kulturpflege im ländlichen Raum N.N.

Bildungsmaßnahmen zur Drogenprävention
- Seminare
- Maßnahmen (max. Summe pro Antrag 2.000 €)

9,70 € Tag/Tn
40 %
Gesellschaftliche Eingliederung junger AussiedlerInnen
Freizeiten mit Kindern aus Tschernobyl
5,10 € Tag/Tn

 

Fördersätze des Landesjugendplans - Internationale Jugendbegegnungen 2003

a) Jugendbegegnungen:

Bilaterale Jugendbegegnungen (nur ein Partnerland):
In-Projekte: Für Begegnungen zwischen deutschen und ausländischen Jugendgruppen im Bundesgebiet für die deutschen und ausländischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer
4,60 € pro Tag und Teilnehmer/-in.

Out-Projekte: Für Begegnungen zwischen deutschen und ausländischen Jugendgruppen im Ausland für die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer 30% der Fahrtkosten.

Multilaterale Jugendbegegnungen (mindestens 2 Partnerländer):

Im Inland 6,00 € je Tag und Teilnehmer/-in
Im Ausland 40% der Fahrtkosten

Jugendgemeinschaft- und Jugendsozialdienste:
Im Inland 6,00 € je Tag und Teilnehmer/-in
Im Ausland 40% der Fahrtkosten


b) Fachkräfteaustausch:
Im Inland 9,20 € je Tag und Teilnehmer/-in
Im Ausland 40% der Fahrtkosten

c) Fördersätze für Programme mit den Partnerregionen Baden-Württembergs
(siehe Liste II. 3. der Kommentierung zu Ziff. 16):

Allgemeiner Jugendaustausch:
Im Inland 7,00 € je Tag und Teilnehmer/-in
im Ausland 50% der Fahrtkosten.

Fachkräfteaustausch:
Im Inland 14,00 € je Tag und Teilnehmer/-in
im Ausland 60% der Fahrtkosten.

Zusatzanträge (Träger mit Bundeszentrale):
Bis zu 25% der Fahrtkosten bei Out-Projekten und 3,10 € Tagessatz bei In-Projekten. Jedoch nur insoweit, als die Zentralstelle die höchstmöglichen Fördersätze - etwa mangels Mitteln - nicht gewährt.

d) Sprachmittler:

Bei IN-Projekten können im Rahmen der bereitgestellten Mittel auf Antrag Zuschüsse für einen Sprachmitt-ler bis zu 36,00 € je Veranstaltungstag gewährt werden. In eng begrenzten Ausnahmefällen können bei IN-Projekten auch Dolmetscherkosten bis zu 130,00 € je Tag bezuschusst werden.

e) Höchstbeträge:

Aufgrund begrenzter Fördermittel sind Zuschüsse im Einzelfall auf maximal 5.113,- € zu begrenzen. Der Fahrtkostenzuschuss bei Out-Projekten darf 358,00 € je Teilnehmer/-in nicht übersteigen.

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